Kärntner Filmemacher wurde Ausrüstung gestohlen


Namibia wurde Kärntens Filmemacher Gerald Salmina bei Dreharbeiten für sein neuestes Kinoprojekt das gesamte Kameraequipment gestohlen. „Ohne unsere Ausrüstung hätten wir den Dreh abbrechen müssen“, erzählt er der „Krone“. Er hat sich mit seinem Team und Polizisten selbst auf die Suche gemacht.


Der Vorfall ereignete sich in der Stadt Lüderitz an der afrikanischen Atlantikküste, wo Salmina eine Kino-Doku über Windsurfer Björn Dunkerbeck, den mit 42 Weltmeistertiteln erfolgreichsten Profisportler aller Zeiten, drehte. Der Streifen soll noch im heurigen Jahr in die Kinos kommen.


"Wir hatten die Kameraausrüstung in unserem Pick-up verstaut, doch als wir zurückkamen, war die Heckklappe aufgerissen - und das Equipment im Gesamtwert von 15.000 Euro war weg. Filmemacher" - Gerald Salmina


Drei Tage lang wurde gefahndet „Bei uns wird so ein Fall zu den Akten gelegt, weil eh die Versicherungen zahlen. Aber die Polizisten in Namibia waren so freundlich, jeder hat sich gekümmert und uns geholfen, die Ausrüstung wiederzubeschaffen“, erzählt der Pörtschacher. Drei Tage lang fanden in den Townships rund um die Stadt Lüderitz Kontrollen sowie Hausdurchsuchungen statt, Straßen wurden abgeriegelt, Autos kontrolliert bis schließlich bei einem Mann ein Kameraputztuch gefunden wurde.


Polizei zum Essen eingeladen

„Kurz darauf hatten wir unsere Ausrüstung wieder“, freut sich Gerald. Als Dank für die Hilfe lud das Filmteam die Polizisten zum Essen ein: „Wir haben gefeiert und Fotos gemacht. Plötzlich ist ein Beamter auf mich zugekommen und hat mich gefragt, ob ich ihm helfen könnte. Der Polizei-Chef brauche eine neue Batterie für sein Auto. Natürlich haben wir ihm diese gekauft. Es war ein echtes Abenteuer, das wir in diesen drei Tagen mit den Polizisten dort erlebt haben.“


Bericht von Hannes Wallner (Kronen Zeitung)